Oesterreichischer Verband der Wirtschaftsingenieure

Activity Week Brussels 2009

November 2009

Voller Aufregung bestieg ich mein Flugzeug nach Brüssel auf dem Weg zu meinem ersten ESTIEM Event. Mit ein paar Zetteln mit Information über den Treffpunkt bewaffnet machte ich mich nach der Ankunft daran den Campus der ULB (Université Libre de Bruxelles) zu finden. Prompt wurde ich mit kleinen Eigenheiten von Brüssel konfrontiert, genauer gesagt mit dem Brüsseler Verkehrsystem: in der Straßenbahn gibt es keine Stationsdurchsagen, keine Monitore, rein gar keine Anzeigetafeln, die mir Auskunft darüber geben würden wo ich mich gerade befinde. Später fragte ich deswegen einen Einheimischen: “How do you know where you are?“ Die Antwort folgte prompt und simpel: “You don’t.“

Ich schaffte es trotzdem zum Campus und wurde dort freundlich empfangen. Ich fühlte mich sofort gut aufgehoben bei unseren Gastgebern und in der Gruppe von ESTIEMern. Es war spannend, da so viele Nationen Vertreten waren: Finnland, Schweden, Russland, Ungarn, Deutschland und die Türkei. Bei ein paar Bieren wurden sofort erste Kontakte geknüpft aus denen in den darauf folgenden Tagen Freundschaften entstanden.

Unser abwechslungsreiches Wochenprogramm, welches unsere Local Group für uns organisierte ließ keine Langeweile aufkommen. Es begann mit dem ESTIEM Song, den alle, die noch nie ein ESTIEM Event besucht hatten, beigebracht bekamen.

Untertags sahen wir dann viel von Brüssels Sehenswürdigkeiten, unter anderem stand ein Besuch der Brüsseler Verkehrsbetriebe („STIB“) auf unserem Plan, auch in eine echte belgische Schokoladenmanufaktur durften wir hineinschauen. Ein Tag war reserviert für einen Ausflug nach Brügge. Diese wunderschöne kleine Stadt ließ niemanden unberührt.

Die Abende und Nächte ließen keine Wünsche offen, denn die Belgier verstehen es zu feiern. Um ein paar Highlights aufzuzählen: was man besucht haben sollte im Brüsseler Nachtleben ist das „Delirium Cafe“ mit seinen über 2000 Biersorten, oder eine „TD“ (thé dansant), eine berühmte Studentenparty in der Nähe des Campus bei der es Brauch ist, sein Bier nicht ganz auszutrinken und den Plastikbecher mit dem Rest einfach in die Menge zu werfen.

Weiters zu erwähnen ist der Cantus an dem wir teilnahmen, bei dem Lieder aus verschiedenen Nationen und in verschiedenen Sprachen gesungen werden (auch ich entkam meiner Pflicht nicht und musste ein typisch österreichisches Lied vorsingen), nebenbei wird dann auch das eine oder andere Bier getrunken.

Viel Spaß hatten alle ESTIEMer auch auf einer “Doctor & Nurse Party“ in einem Brüsseler Club, wir waren natürlich alle entsprechend gestylt.

Den Ausklang fand die Woche am Freitag mit dem größten Studentenfest das Brüssel kennt: dem St-V (Saint-Verhaegen), welches dem Universitätsgründer gewidmet ist. Eine Kolonne von dekorierten Lastwagen, auf deren Ladeflächen Bier ausgeschenkt wird, bewegt sich langsam durch die Brüsseler Altstadt, von Sablon (einer Kirche) bis zur Börse. Den ganzen Nachmittag geht es dementsprechend ausgelassen zu.

Mit etwas Wehmut traten am Samstag alle den Heimflug an, was jedoch bleibt sind schöne Erinnerungen, neue Freundschaften und Vorfreude auf das nächste ESTIEM Event!

 

Ingrid Gumpesberger

Mit freundlicher Unterstützung von: