Oesterreichischer Verband der Wirtschaftsingenieure

Tournament in Management and Engineering Skills

Nachdem wir uns erst sehr kurzfristig entschieden hatten, am TIMES Case Study Wettbewerb teilzunehmen, und sich auch die endgültige Zusammenstellung unseres Teams recht schwierig gestaltete, da ein Teammitglied krankheitsbedingt ausfiel, fanden wir uns schließlich am Freitag bereits um acht Uhr im Café Central ein, um die letzten Details, beispielsweise unseren Zeitplan,  zu besprechen. Da unsere Vorbereitung aufgrund von zwei Prüfungen in derselben Woche recht oberflächlich ausfiel, gingen wir schließlich mit der Befürchtung in den Wettbewerb, unser Improvisationstalent voll zur Geltung bringen zu müssen.


Im Büro der Unternehmensberatung Roland Berger angekommen, bekamen wir nach einem kurzem Briefing durch das WINGnet-Team unsere Aufgabenstellung: Ein großer amerikanischer Verlag sollte beraten werden, wie auf die Bedrohung durch Amazon zu reagieren sei, sowohl bezüglich des Internethandels an sich als auch bezüglich der Einführung von E-Books.
Bereits das Durcharbeiten der Aufgabenstellung (ca. 20 Seiten englischsprachiger Text) nahm mehr Zeit als geplant in Anspruch und es waren bereits 45 Minuten verstrichen, bevor wir überhaupt mit der Diskussion und einem kurzen Brainstorming beginnen konnten. Rückblickend gesehen wäre es intelligenter gewesen, 80% der Angabe zu ignorieren – die Geschichte des gedruckten Wortes mag zwar recht interessant sein, für die Lösung unserer Aufgabe war sie doch eher irrelevant.


Nachdem wir uns schließlich geeinigt hatten, wie unsere Argumentation aussehen sollte und auf welche Punkte wir besonderen Wert legen würden, begannen wir die vorher besprochenen Lösungsansätze systematisch abzuarbeiten und versuchten dabei auch immer wieder, unsere Argumentation mithilfe diverser Hilfsmittel (SWAT Analyse, verschiedene Portfolios, Preis- und Umsatzabschätzungen) zu untermauern, was uns schließlich auch mehr oder weniger gut gelang.
Die Vorbereitung auf die endgültige Präsentation, die Erstellung der Folien und Einteilung (wer präsentiert was?) fand schließlich in großer Hektik in den letzten 30 Minuten statt. Trotzdem waren wir mit der Präsentation schließlich recht zufrieden und schafften es auch, die anschließenden Fragen vernünftig zu beantworten.
Der dritte Platz und eine ganze Menge interessanter Erfahrungen belohnten uns schließlich für einen sehr anstrengenden Vormittag.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Times Case Study Wettbewerb eine hervorragende Möglichkeit darstellt, um die Arbeit einer Unternehmensberatung besser kennenzulernen. Weiters glauben wir, dass man sich selbst besser kennenlernt, da man unter extremem Zeitdruck steht und gezwungen ist, sich auf einige wenige (möglichst die wichtigsten) Argumente zu beschränken.
Abschließend möchten wir uns noch beim WINGnet-Team und bei der Unternehmensberatung Roland Berger bedanken und die Hoffnung äußern, dass dieser Wettbewerb auch in den nächsten Jahren ausgetragen wird – hoffentlich wieder mit uns und hoffentlich dann „ganz oben am Treppchen“.

Kaltenbrunner, Mayr, Priglinger

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