Oesterreichischer Verband der Wirtschaftsingenieure

ESTIEM Vision Crisis and Change Management - Lyon + Grenoble

Frankreich, was will man mehr :-)

Bei jedem einzelnen Event des Vision-Projektes geht es um ein für ein Jahr im Vorfeld festgelegtes Thema, welches den Teilnehmern durch Vorträge und Workshops in Zusammenarbeit mit Universitäten und Vertretern der Wirtschaft näher gebracht wird. 

Das Thema der diesjährigen Veranstaltungsreihe ist "Change and Crisis Management" und den Beginn bildete das einwöchiges Event der Local Groups Grenoble und Lyon an welchem ich teilnehmen durfte.

Der erste Teil fand in Grenoble statt, einer bezaubernden Stadt inmitten der französischen Alpen, unweit der berühmten französischen Ski-Resorts. Das erste was dem Ankommenden auffällt sind die äußerst imposanten Berge mit ihren steilen Felswänden, welche in alle Richtungen direkt hinter der Kulisse der malerischen Stadt schroff gegen Himmel ragen. Die dortige Partneruniversität ist, ungewöhnlich für Frankreich, direkt im Stadtzentrum gelegen. Stolz zeigt man überall mit Logos und Schriftzügen seine Zugehörigkeit zum "Genie Industriel" am INP Grenoble, eine von Frankreichs besten und angesehensten Schmieden für junge Wirtschaftsingenieure.

So verflogen die ersten 3 Tage bei strahlend blauem Himmel mit interessanten Vorträgen, wie Krisen vorgebeugt und mit Krisenmanagement betrieben werden kann, gespickt mit Fallbeispielen und Rollenspielen. Besonders faszinierend waren die Ausführungen des weltweiten HP Customer Support Managers zu seinen persönlichen Erfahrungen mit dem Thema. 

Das Programm stellte einen perfekten Mix aus Lernen und Spass dar, und ebenso reichhaltig war das Besichtigungs- und Abendprogramm mit vielen Parties. 

Angetan hatte es mir vor allem die Französische Küche, die selbst in der Mensa des INP wirklich ihrem Ruf gerecht wird. Und so durfte ein erlesener Käse als Nachtisch natürlich nie fehlen ;-)
Die wunderschönen Tage im sonnigen Grenoble waren jedoch schnell um und weiter ging es nach Lyon, einer Industriestadt von der Größe Wiens. 

Etwas erschreckend war das erste Bild des INSA Lyon, der dortigen technischen Universität. Auf einem riesigen Areal eine halbe Stunde vom Zentrum entfernt thronen grau an grau typische Betonbauten der 60er Jahre in deren Mitte bunkergleich die Hörsaalzentren emporragen.
Dieser anfängliche Schreck war aber gleich nach der unvergesslichen Welcome-Party der Local Group Lyon vergessen. Heim zu unseren überaus zuvorkommenden Hosts gings dann gleich mit dem Citybike, denn Lyon hat mit seinen 400 Citybikestationen und Radwegen Europaweit eine Vorreiterstellung bezüglich des Radverkehres.

Die restlichen Tage vergingen wieder wie im Flug, wobei man immer froh war, im Warmen sein zu dürfen, denn das Wetter war novembrisch-grausam-windig-regnerisch-kalt. Eines der Highlights war sicherlich das Gala-Diner in einem noblen Klub direkt am Fluss zu dem wir alle im Anzug aufgemaschelt und wie zum Opernball gestylt zu erscheinen hatten.

Den Abschluss bildete dann ein gemeinsames Eislaufen und ein anschließendes Wine-Tasting in einem Weinkeller, in welchem uns ein original französischer Sommelier in die Kunst und Wissenschaft der Degustation einweihte. Seitdem trinke ich kein Bier mehr.

Fazit dieser Woche: Viele neue Feunde, viel gelernt, viel gesehen, deliziöses essen, ausgezeichnete Weine

Vor einem sei jedoch der Werte Leser und baldige Frankreich-Reisende gewarnt: So gut die französische Küche auch ist, sie schließt überall spätestens um 1 und so gibt's nicht mal mehr nach dem Forgehen ein Kebap auf der Straße zu kaufen

Mit freundlicher Unterstützung von: